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 Erster Poetry Slam in der Bretterbude 

Moin zusammen,

ich bin Steffi und schon von Anfang an in der Bretterbude. Angefangen habe ich an der Rezeption, heute arbeite ich in der Eventabteilung. Somit kümmere mich um Tagungen als auch Partys und organisiere außerdem Events wie Singer-Songwriter-Abende, Kinonächte und die Lange Nacht der Poesie.

Die Lange Nacht der Poesie - was muss man sich darunter vorstellen? Poesie – klar. Texte, Verse, Gedichte… Gedichte. Ein Schreckgespenst meiner Schulzeit. Na gut, dachte ich und ließ das Ganze unvoreingenommen und ahnungslos auf mich zukommen.

Wie bei all unseren Events fing auch dieses mit Auf- und Umbauarbeiten an. Wir schoben Sofas, Sessel, Sitzsäcke und alles was wir fanden in die Miniramp unserer Garage. Diese hatte sich bis 20:00 Uhr bereits so gut gefüllt, dass wir die Bühne kurzerhand auf die Rampe gestellt haben, damit auch jeder etwas sehen konnte.

Zu Beginn wurden uns vom Moderator die Regeln erklärt: Jeder Poetry Slammer trägt zwei Mal einen selbstverfassten Text von je 6 Minuten vor. Das kann von Lyrik über Prosa und Rap bis hin zu Comedy, Non-Sense und Wortspielerei alles sein. Eine Publikumsjury verteilt die Punkte und nach den zwei Runden stehen zwei der Slammer im Finale. Ok, verstanden, los geht's!

Um das Publikum einzustimmen, spricht jedoch zu Beginn erst einmal das "Opferlamm". Der Moderator unseres Poetry Slams, Stefan Schwarck, fand mit seinem Text über einen Rollentausch von Fußballfans und Eisenbahnunternehmen einen großartigen und besonders lustigen Einstieg in den Abend. Dann wurde es ruhig in der Garage, alle waren ganz Ohr, weil der eigentliche Wettbewerb startete. 

Ich bin in so kurzer Zeit bisher wohl noch nie die Emotionsleiter einmal hoch und wieder runter geklettert! Zoe's, Selina's, Hannes' und Lennart's gleichzeitig witzige und ernsthafte Texte brachten mich zum Lachen und zum Nachdenken, machten mich traurig, ließen mir Gänsehaut-Schauer über den Rücken laufen und waren so berührend, dass mir die Tränen die Wangen herunter kullerten. 

Nach zwei Vorrunden hatten Lennart und Selina den höchsten Punktestand und traten demnach im Finale gegeneinander an. Bei Lennart's Text über die Leidenschaft "Schlafen" und dem "vom Schlafen abgehalten werden" liefen mir erneut die Tränen. Dieses Mal jedoch vor lauter Lachen, denn ich habe mich in seinem Text so sehr selbst wiedergefunden. Am Ende zeigte Selina mit zwei kurzen aber bewegenden Texten über die Liebe, wie unterschiedlich jene Emotion sein kann. Auch nach mehreren Applausbewertungen konnte das Publikum sich nicht für einen Sieger entscheiden und es gewannen schließlich beide Finalisten - verdient, wie ich finde.  

Vielen Dank an assemble ART, die Slammer Zoe, Selina, Hannes, Lennart und Stefan, und das tolle Publikum für diesen wundervollen Abend! Ich sehe Poesie jetzt mit anderen Augen (und Ohren) und freue mich schon sehr auf unseren zweiten Bretterbuden Poetry Slam am 14. Oktober! Kommt gerne vorbei, das wird klasse!

Eurer Bock auf Blog Schreiberling
Steffi

© Titelbild assemble ART / Stefan Schwarck

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